Im vorliegenden Gesetzentwurf zur Novellierung des WissZeitVG soll ein neuer Paragraph (§6) eingefügt werden. Dieser schreibt studentischen Hilfskräften, die sich im ersten oder weiteren Studium zu einem berufsqualifizierenden Abschluss befinden, eine maximale Befristungsdauer auf 4 Jahre vor.

Studierende, die auf solche Nebenjobs angewiesen sind, wird damit unnötig eine Grenze gesetzt. Wenn Studierende diesen Zeitraum der 8 Semestern entspricht, ausgeschöpft haben, werden Sie sich zur Sicherung ihres Lebensunterhalts einen anderen Job suchen müssen. Dieser wird dann nicht mehr im Hochschulbereich sein. Statt den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und einen nahtlosen Übergang in einen Job im Bereich Wissenschaft zu ermöglichen, schreibt das Gesetz eine willkürliche Reglementierung vor. Wer neben seinem Regelstudium als studentische Hilfskraft Erfahrungen im wissenschaftlichen Arbeiten sammelt, zögert damit nicht sein Studium hinaus, sondern erwirbt zusätzlich wertvolle Kompetenzen. Erste Erfahrungen mit wissenschaftlicher Arbeit können außerdem Begeisterung für eine wissenschaftliche Karriere wecken. Die LAK RLP kritisiert weiterhin, dass sich die willkürlich angesetzten 4 Jahre lediglich am Bachelor/Mastersystem orientieren. Studierende in Staatsexamensstudiengängen (z.B. Medizin/Jura) werden damit zusätzlich benachteiligt. Wir fordern die Streichung der willkürlichen Befristung der Arbeit als studentische Hilfskraft auf 4 Jahre. Stattdessen sollen die Rechte studentischer Hilfskräfte gestärkt werden und die Basis für einen nahtlosen Übergang nach dem Studium in eine wissenschaftliche Karriere gelegt werden.

Die LAK Rheinland-Pfalz unterstützt des Weiteren die sechs Kernpunkte des fzs zur Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes: http://www.fzs.de/themen/gesetzliche_grundlagen/344284.html

Position zur Novellierung des WissZeitVG

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