Die LandesAStenKonferenz Rheinland-Pfalz (LAK RLP) hat sich auf ihrer Mitgliederversammlung am 04.12.2015 mit den Studierenden, die an der Universität Koblenz-Landau, Standort Landau in Streik getreten sind, solidarisiert. Darüber hinaus wurden 5.000 Euro aus dem Haushalt der LAK RLP zur Unterstützung des Streiks am 16.12.2015 in Mainz bereitgestellt.

Koordinator der LAK RLP, Jonas-Luca König, nimmt zum Streik und der Situation in Landau Stellung: „Wir haben in den letzten Wochen die Studierendenschaft in Landau nicht nur mit Solidaritätsbekundungen, sondern auch ganz praktisch vor Ort und bei der Planung der Demonstration in Mainz unterstützt. Die LAK RLP fordert seit langem die Ausfinanzierung des Hochschulsystems in Rheinland-Pfalz. An allen Hochschulen in Rheinland-Pfalz sehen wir einen zu hohen Anteil an prekärer und befristeter Beschäftigung bei Lehrenden und wissenschaftlichen Angestellten. Hinzu kommt an vielen Standorten eine knappe Raumsituation. Nicht erst seit den Streiks in Landau sehen wir dringenden Handlungsbedarf. Mit den BAföG-Millionen vom Bund, die das Land für diese Probleme an die Hochschulen in Rheinland-Pfalz weitergereicht hat, sollte eigentlich eine Situation wie sie in Landau existiert, verhindert werden. Es ist unverantwortlich von der Hochschulleitung der Universität Koblenz-Landau, dass erst viel zu spät gehandelt wurde obwohl entsprechende finanzielle Mittel bereitstanden. Die Zahl der Einschreibungen ist vor Semesterbeginn bekannt. Die Zahl der Studierenden in Landau wächst zudem seit Jahren. Dieses Problem hätte man frühzeitig erkennen und angehen müssen. Anmietungen und die Vergabe von Lehraufträgen hätte dementsprechend vor Semesterbeginn erfolgen müssen um das Regelstudium allen Studierenden an der Universität Koblenz-Landau zu gewährleisten.“

Umut Günc, ebenfalls Koordinator der LAK RLP ergänzt: „Allein durch die Bewältigung des aktuellen Notstands mit Anmietungen und Lehraufträgen ist es aber nicht getan. Gute Lehre ist auf Dauer nicht mit Befristungen von maximal 12 Monaten zu erreichen. Den Studierenden und Lehrenden muss Planungssicherheit gegeben werden. Wenn Landau als Hochschulstandort weiter so gefragt ist, müssen Hochschulleitung und Land diese Herausforderung annehmen und ein tragfähiges Zukunftskonzept entwickeln. Wir begrüßen es, dass im Landeshaushalt die Hochschulen trotz Schuldenbremse in den letzten Jahren weiter ausfinanziert werden. Denn auch an anderen Standorten gibt es Probleme und dringenden Handlungsbedarf. Ein Beispiel dafür ist z.B. die dringend sanierungsbedürftige Universitätsbibliothek an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Solche Zustände zeigen deutlich, dass wir mit den bisher bereitgestellten Mitteln in Rheinland-Pfalz noch nicht am Ziel sind. Die Ausfinanzierung des Hochschulsystems muss weitergehen. Dazu sehen wir auch den Bund in der Pflicht, der über den Hochschulpakt III hinaus dauerhaft in die Grundfinanzierung der Hochschulen einsteigen muss. Nur so können gute Lehre und ein erfolgreiches Studium in Rheinland-Pfalz und Deutschland sichergestellt werden.“

PM09: LAK RLP unterstützt die Bildungsproteste der Landauer Studierenden

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