Verhandlungen für ein landesweites Semesterticket in Rheinland-Pfalz nehmen an
Fahrt auf

Vor einigen Monaten sorgte die Aussage des Staatssekretärs des rheinlandpfälzischen
Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
(MWVLW), die Studierenden des Landes wünschten sich kein landesweit gültiges
Semesterticket, für heftige Kritik vonseiten der landesweiten Studierendenvertretung.
Seit letztem Freitag, den 24.11.2017 sind nun erste Schritte auf dem Weg zu einem
landesweit gültigen Semesterticket getan.
Auf Einladung des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur (MWWK)
trafen sich Vertreter aus Politik, Verkehrsverbünden, der Studierendenwerke, der
Landeshochschulpräsidentenkonferenz (LHPK) und eine Delegation aus den Reihen
der LandesASten-Konferenz (LAK), welche die Vertretung der Verfassten
Studierendenschaften auf Landesebene wahrnimmt, zu einer ersten
Verhandlungsrunde.
Aus Sicht der studentischen Delegation wurden schnell wichtige
Verhandlungserfolge erzielt. So wurde vonseiten der Verkehrsverbünde dem
Positionspapier der LAK zugestimmt.
„Wir sind als LandesAStenKonferenz zufrieden mit den ersten Ergebnissen der
Verhandlungen. Insbesondere die schnelle Einigung auf ein landesweites
Semesterticket in Form eines Solidarmodells sehen wir als wichtigen Fortschritt an.“,
berichtet Luca Wagner, der Koordinator der LAK und Co-Referent für
Hochschulpolitik des AStA der Universität Trier.
Die Verkehrsverbünde erkannten die Vorteile des Solidarmodells gegenüber
alternativen Gestaltungs- und Finanzierungskonzepten.
Ebenfalls unstrittig ist, dass die Geltungsbereiche aktuell bestehender
Semestertickets nicht grundlegend neu organisiert werden sollen, sondern lediglich
um die landesweite Komponente erweitert werden sollen.
Dies ist insbesondere für die Hochschulstandorte in Nähe zu der Landesgrenze
wichtig, da sonst Preise für die Nutzung des ÖPNV in den Nachbarbundesländern
sprunghaft ansteigen würden.
In den kommenden Sitzungen wird nun zu verhandeln sein, wie genau das
Solidarmodell ausgestaltet werden soll und welchen Preis das landesweit gültige
Ticket am Ende haben wird.
„Unsere Gegenseite bevorzugt aktuell einen Ansatz des Solidarmodells, welcher für
manche Studierendenschaften Mehrkosten ergeben würde, die in keiner Relation
zum Nutzen stünden.”, erklärt Markus Halbrock, Vorstandsmitglied des Allgemeinen
Studierendenausschusses der Universität Mainz und Teil der Delegation der LAK.
Hierzu wird die LAK intern einen Lösungsvorschlag erarbeiten.
Nichtsdestotrotz sind die Mitglieder der studentischen Delegation optimistisch. Die
erste Verhandlungsrunde hat gezeigt, dass eine Einigung möglich ist.
Ein weiteres Treffen soll vermutlich Ende Februar zwischen den verschiedenen
Akteuren unter Leitung des MWWK stattfinden.

 

PDF:

PM-LAK-erstes-Treffen-zum-landesweiten-Semestericket

PM 14: Erstes Treffen zum landesweiten Semesterticket

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